Atmung: Spiralatmung

Heute gibt es eine weitere Atem Übung. Was ich bei in Bezug auf Atemübungen noch ergänzen möchte: sie wirken am besten, wenn sie regelmässig wiederholt werden. Dadurch gewöhnt sich dein Körper und dein Nervensystem daran und du kannst mit der Zeit immer mehr innere Ruhe ausbauen und deine Stressresistenz erhöhen.

Heute machen wir die Spiralatmung. Diese Übung verbindet auf achtsame Weise Atem und kreative Bewegung.

Weiter unten findest du auch eine 5-minütige Audioanleitung - schau einfach, was heute für dich passt.

Was brauchst du?

Nimm ein Malmittel das du zur Verfügung hast und dich gerade anspricht. Das kann ein Bleistift sein, ein Kugelschreiber, Neocolor, Farbstifte, Pastellkreiden etc. sein. Dann brauchst du ein Papier und eine Unterlage. Ich persönlich liebe es mit Neocolor, weil dieses Malmittel schön geschmeidig über das Papier fährt.

Am besten machst du es dir bequem und setzt dich hin. Wenn es dir wohl ist, kannst du die Augen schliessen oder deinen Blick auf den Boden senken. Zur Einstimmung atmest du ein paar Mal tief ein und aus und nimmst deinen Atem-Rhythmus bewusst wahr. Ohne ihn verändern zu wollen - nimm einfach wahr.

Wenn du soweit bist, nimmst du dein Papier und dein Malmaterial zur Hand. Nun zeichne eine Spirale auf das Papier, von Aussen nach Innen und dann von Innen nach Aussen. Folge dieser Form immer weiter.

Wenn es dir wohl ist, kannst du diese Form mit deiner Atmung verbinden. Dies bedeutet: Bei der Einatmung zeichnest du die Spirale von Innen nach Aussen. Bei der Ausatmung zeichnest du die Spirale von Aussen nach Innen.

Schau für dich wie lange du diese Übung machen möchtest. Abschliessend kannst du dein Werk vor dich hinlegen. Schenk dir vorerst ein paar tiefe Atemzüge. Und betrachte dann dein Werk.

Du kannst auch verschiedene Farben nehmen oder die Farbe deiner Stimmung entsprechend auswählen. Auch in Hinblick auf die Papiergrösse kannst du variieren. Ich mag es zum Beispiel auch sehr, diese Übung auf grossem Papier an der Malwand zu machen - da kommt der Körper mehr in Bewegung. Oder du kannst auch mit deinen Händen eine Spirale in die Luft zeichnen - lass deiner Kreativität freien Lauf auf welche Art du dies umsetzten möchtest.

Reflexion

  • Wie hat es sich angefühlt verbunden mit der Atmung zu zeichnen?

  • Gibt es einen Ort im Körper, wo du die Bewegung der Spirale besonders wahrnimmst?

  • Wie verändert sich dein Empfinden, wenn sich Atem und Bewegung miteinander verbinden?

Notiz von mir:

Ich persönlich mag diese Übung auch einfach Zwischendurch. Sie ist einfach auf ein Papier zu kritzeln oder lässt sich noch einfacher in die Luft zeichnen. Dadurch lässt sich die Atmung nach kurzer Zeit verlangsamen und beruhigen.

Du lernst hier ein paar Atemübungen kennen - vielleicht findest du für dich eine passende, welche du in deinen Alltag einbauen magst.